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Vorwurf des sexuellen Missbrauchs | Verfahrenseinstellung

Vorwurf des sexuellen Missbrauchs | Verfahrenseinstellung

Bild des Strafverteidigers Volker König - Vorwurf des sexuellen Missbrauchs | Verfahrenseinstellung

Fachanwalt für Strafrecht Volker König

Strafverteidiger Volker König aus Uelzen hat einen Mann in einem gegen ihn gerichteten Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Lüneburg verteidigt, dem vorgeworfen worden war, die 13-jährige Tochter seiner Lebensgefährtin mehrfach sexuell missbraucht zu haben.

Mein Mandant bestritt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe von Anfang an vehement.

Den Ermittlungen lag folgender Geschehensablauf zugrunde:

Die Lebensgefährtin meines Mandanten war von ihrem früheren Ehemann geschieden. Die aus dieser Ehe hervorgegangene gemeinsame Tochter wohnte beim geschiedenen Ehemann. Sie kam etwa alle 4 Wochen übers Wochenende zu ihrer Mutter zu Besuch.

Eines Tages erhielt mein Mandant eine Strafanzeige, in der er beschuldigt wurde, die Tochter seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht zu haben. Dies soll anlässlich der Besuche der Tochter bei der Mutter geschehen sein.

Mein Mandant schilderte mir, dass der Beginn des angeblichen sexuellen Missbrauchs mit folgendem Ereignis zeitlich zusammen fiel:

Die Tochter der Lebensgefährtin meines Mandanten hatte während ihrer Besuche bei ihrer Mutter stets mit dem Mobiltelefon meines Mandanten stundenlang telefoniert mit der Folge, dass die Handykosten für meinen Mandanten extrem hoch wurden. Als mein Mandant die Tochter darauf ansprach und von ihr verlangte, die Telefonate auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, reagierte die Tochter nicht.

Nachdem auch die nächste Handyrechnung mehrere hundert Euro kostete, nahm mein Mandant der Tochter seiner Lebensgefährtin das Handy weg. In diesem Zusammenhang erfolgte dann auch die Anzeige durch die Tochter der Lebensgefährtin.

Mir ist es damals gelungen, die ermittelnde Staatsanwältin davon zu überzeugen, dass die Einholung eines Gutachtens über die Glaubwürdigkeit der Tochter der Lebensgefährtin meines Mandanten zur Erforschung der Wahrheit hilfreich sein könnte. Die Staatsanwältin hat dies der Anzeigeerstatterin dann auch so mitgeteilt mit der Folge, dass die Anzeigeerstatterin nicht zum Begutachtungstermin erschienen ist.

Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin das Verfahren gegen meinen Mandanten sofort eingestellt.

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