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Zurückstellung der Strafvollstreckung nach § 35 BtMG

Zurückstellung der Strafvollstreckung nach § 35 BtMG

Bild des Strafverteidigers Volker König - Zurückstellung der Strafvollstreckung nach § 35 BtMG

Fachanwalt für Strafrecht Volker König

§ 35 BtMG eröffnet einem Verurteilten, der wegen einer Straftat zu einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren verurteilt worden ist oder bei einem Verurteilten, bei dem auf eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren erkannt worden ist und ein zu vollstreckender Rest der Freiheitsstrafe zwei Jahre nicht übersteigt die Möglichkeit die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrests über längstens zwei Jahre zurückzustellen, wenn sich aus den Urteilsgründen ergibt oder sonst feststeht, dass er die Tat aufgrund einer Betäubungsmittelabhängigkeit begangen hat und der Verurteilte sich in einer seiner Rehabilitation dienenden Behandlung befindet oder zusagt, sich einer solchen zu unterziehen und deren Beginn gewährleistet ist.

In diesen Fällen wird die Therapie zunächst durchgeführt. Folge einer erfolgreichen Therapie ist in der Regel die Aussetzung des verbleibenden Strafrests zur Bewährung.

Fachanwalt für Strafrecht Volker König hat in einem Verfahren vor dem Landgericht Braunschweig im Jahre 2006 und in einem weiteren Verfahren vor dem Amtsgericht Gifhorn im Jahre 2012 mit dieser Verteidigungsstrategie die Mandanten vor der Haft bewahrt.

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